Seit Mitte 2014 steht fest, dass das Projekt des Innsbrucker Architekten Erich Strolz auf dem Areal des Stadtsaalgebäudes realisiert wird. Er setzte sich in einem EU-weit ausgeschriebenen Wettbewerb unter 126 Einreichungen durch. Die zwölfköpfige Jury sprach sich einstimmig für das Projekt von Strolz aus.

„Das Projekt besticht wegen seiner selbstverständlichen, jedoch kompakten Lösung des komplexen Raumprogrammes mittels klarer und räumlich spannend verbindender Elemente, sowohl in horizontalem als auch in vertikalem Sinne. Als plastisch durchgestaltetes Volumen überzeugt es an diesem Ort und wird als Bereicherung und Komplettierung des städtebaulichen Kontextes gesehen. Trotz seines aus sich heraus entwickelten solitären Charakters bildet der neue Bau eine Einheit mit dem – auch als Solitär angelegten – historischen Bau des Landestheaters.“
DI Ernst Beneder, Juryvorsitzender

Das Haus der Musik wird eine Arbeits- und Forschungsstätte. Die Architektur ist dementsprechend zeitlos und minimalistisch. Drei unterschiedliche Elemente stehen im Mittelpunkt:

  • geschlossene massive Körper für die Säle
  • offene zum Teil feingliedrig und variabel zu nutzende Lehr- und Verwaltungsbereiche
  • offene, transparente Zonen

Die Fassade besteht aus Keramikelementen und raumhohen vertikalen Keramiklamellen.

„An einer der wichtigsten Schnittstellen im städtischen Gefüge entwickelt sich das Haus der Musik als offenes Haus. Der Platz fließt förmlich in das Gebäude hinein und gemeinsam mit dem Landestheater entsteht ein städtebauliches Zentrum umgeben von Hofgarten, Kongresshaus, Hofburg, Hofkirche, Volkskunstmuseum und Universität. Im Innenraum bildet sich eine mehrgeschossige Landschaft mit einer von oben natürlich belichteten Promenadentreppe an der Reibungsfläche zwischen Kammerspielen und großem Stadtsaal. Kommunikation und Interaktion zwischen Stadt, Benützerinnen und Benützern bzw. Besucherinnen und Besuchern wird durch die Überschneidung der einzelnen Funktionsbereiche und die gute Anbindung an die Platzebene im Haus stark gefördert.“
Architekt DI Erich Strolz