Insgesamt zehn verschiedene NutzerInnen (inklusive Gastronomie) werden in das Haus der Musik einziehen. Im Kulturbau finden sich ab 2018 vor allem Institutionen aus den Bereichen Musik und Theater. Ein geladener Wettbewerb zu „Kunst am Bau“ bezieht nun auch die Bildende Kunst mit ein.

 

„‘Kunst am Bau‘ ist weit mehr als die bloße Verschönerung eines Bauwerkes. Die künstlerische Gestaltung eines Gebäudes prägt auch die Identität eines Ortes ganz wesentlich. Ich freue mich, dass das Haus der Musik als Zentrum der Begegnung und des Austauschs die unterschiedlichen Sparten von Kunst und Kultur auch optisch vereinen wird“, argumentiert Kulturlandesrätin Dr. Beate Palfrader.

 

„Österreichs größte Kulturbaustelle ist prädestiniert für ‚Kunst am Bau‘. Dieser Wettbewerb ermöglicht es uns, Kunst in ihrem breiten Spektrum abzubilden. Neben den ‚inneren Werten‘ Musik und Theater sorgen die Architektur von Erich Strolz und die Verwirklichung von ‚Kunst am Bau‘ für die entsprechende Außenwirkung“, betont Kulturreferentin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

 

Projekt „Kunst am Bau“

Anfang Juni fand die konstituierende Jurysitzung statt. Der geladene künstlerische Wettbewerb wird von dem Land Tirol und der Stadt Innsbruck gemeinsam durchgeführt. Das Budget liegt bei insgesamt 200.000 Euro und wird jeweils zur Hälfte von den ProjektpartnerInnen getragen. Der Wettbewerb ist auf Tiroler KünstlerInnen mit internationalem Bezug ausgerichtet. Insgesamt vier geeignete Orte für „Kunst am Bau“ – davon einer im Außenbereich – wurden ausgewählt. Die genauen Details zum Wettbewerb und den Jurymitgliedern werden im Herbst festgelegt. Fixiert wurde, dass die Jury ausschließlich mit ExpertInnen aus Kunst und Kultur besetzt wird. Bis Ende des Jahres soll die Juryentscheidung stehen. Geleitet wird der Wettbewerb von

Mag.a Natalie Pedevilla, Kulturamt der Stadt Innsbruck. Architekt DI Erich Strolz und DI Georg Preyer, Projektleiter Innsbrucker Immobilien Gesellschaft, stehen der Jury beratend zur Seite.

 

Haus der Musik kurz und bündig

Mit einem Auftragsvolumen von ca. 58 Mio. Euro entsteht am Standort der ehemaligen Stadtsäle in direkter Nachbarschaft zu historischen Bauten ein vom Innsbrucker Architekten Strolz geplantes modernes Haus für Musik und Theater. Neben der reduzierten Architektur gilt die Vielfalt der insgesamt zehn verschiedenen NutzerInnen als Besonderheit und Herausforderung zugleich.

 

Im November 2015 fand die Spatenstichfeier statt. Bis 2018 entsteht ein großer Veranstaltungs- und Probesaal für rund 550 Personen, der sowohl dem Tiroler Symphonie Orchester Innsbruck (TSOI) als auch Externen für Veranstaltungen zur Verfügung steht. Zusätzlich wird es kleinere Säle sowie Verwaltungs- bzw. Übungsräume und ein Instrumentendepot geben. Für die Kammerspiele des Tiroler Landestheaters sind eine Bühne mit Zuschauerraum, ein Bühnenturm, eine Black Box, Garderoben und Werkstätten geplant. Auch eine Gemeinschaftsbibliothek für Landeskonservatorium, Musikwissenschaften, Mozarteum und ein gemeinsames Kompaktarchiv bekommen ihren Platz. Zusätzlich stehen Räume für das Tiroler Landeskonservatorium und das Institut für Musikwissenschaft sowie die Landesvereine Sängerbund, Volksmusikverein und Blasmusikverband bereit.