Die Restaurierungsarbeiten dauern bis Februar 2016

(IKM) Max Weiler, einer der berühmtesten Tiroler Maler des 20. Jahrhunderts, hinterließ seine Spuren auch im Innsbrucker Stadtsaal. Da das Stadtsaal-Gebäude zugunsten des Neubaus zum Haus der Musik abgerissen wird, werden die denkmalgeschützten Friese aus dem Jahr 1960 abgenommen. Nach ihrer Restaurierung ziehen die Friese ins Management Center Innsbruck (MCI) ein.

Weiler Friese im Stadtsaal
Die Wandmalereien im Großen Innsbrucker Stadtsaal sind 2,60 m breit und 28,17 m lang und waren als zwei Längsbänder im Großen Stadtsaal angebracht. Insgesamt weisen die Friese eine Fläche von je 73,25 m2 auf.

Bei den Arbeiten in keimischer Mineralfarbe verzichtete Weiler auf ein bestimmtes Thema zugunsten von dekorativen Schmuckelementen.

2007 wurden die Arbeiten von Max Weiler im Großen Stadtsaal unter Denkmalschutz gestellt und für transferierbar erklärt.

Ein Kunstwerk geht auf Reise
Für die Demontage wurden Trennlagen sowie tragfähige Sicherungsplatten angebracht, um das Wandbild für die Abnahme und den Transport vorzubereiten. Im Anschluss an die Sicherungsarbeiten wurden die Bilder in sechs ca. 800 kg schwere Abschnitte geteilt. Die Abnahme der Bilder wurde durch das Trennen der Friese von der Wand mittels einer speziellen Seilsäge ermöglicht.

Nach der Abnahme werden die Bildteile zur weiteren Restaurierung in eine Halle in der Valiergasse gebracht, um dort die alte Heraklithträgerschicht abzunehmen und gegen eine neue Trägerplatte zu ersetzen.

Die Restaurierung selbst wird von Johannes Stephan Schlögel und Mag. Peter Berzobohaty durchgeführt. Letzterer war in der Vergangenheit bereits bei der Restaurierung und Übersiedlung mehrerer Weiler-Bilder federführend tätig (Innsbrucker Hauptbahnhof, Tirol Panorama).

Mit der Dauer der Arbeiten wird bis Februar 2016 gerechnet. Sollte bis dahin kein geeigneter öffentlicher Ort zur Wiederanbringung gefunden worden sein, erfolgt die Zwischenlagerung in einer Halle in der Trientlgasse.

Max Weiler
Ein wesentlicher Aspekt des Werkes des Tiroler Malers sind seine Arbeiten für den öffentlichen Raum. Insgesamt gestaltete er fast tausendeinhundert Quadratmeter öffentliche Fläche mit Fresken, Mosaiken, Glasfenstern und Wandmalereien. Kein österreichischer Künstler hat so viele öffentliche Werke geschaffen wie Max Weiler. Vor allem der Raum Innsbruck ist von Weiler Darstellungen geprägt. Von der Theresienkirche über die Bahnhofshalle, den Eisernen Vorhang des Tiroler Landestheaters bis zum Stadtsaal und der Kinderklinik reichen die bekanntesten und augenfälligsten Weiler-Arbeiten im öffentlichen Raum. Seine Arbeiten haben durch die für seine Zeit oft ungewohnt moderne Formensprache polarisiert und damit die öffentliche Meinung geprägt.

 

Weltpremiere in Innsbruck: Mittels einer Diamantseilsäge wird ein Parallelschnitt durchgeführt, um die Weiler Friesen von der Wand zu trennen. Die Schwierigkeit dabei liegt im Material Holz, das vorher noch nie mit einer solchen Säge geschnitten wurde.

Weltpremiere in Innsbruck: Mittels einer Diamantseilsäge wird ein Parallelschnitt durchgeführt, um die Weiler Friesen von der Wand zu trennen. Die Schwierigkeit dabei liegt im Material Holz, das vorher noch nie mit einer solchen Säge geschnitten wurde.

Die 28 Meter langen Weiler Friesen werden in je sechs Teile geschnitten. Es wird mit modernsten Geräten gearbeitet um den Verlust durch die Schnitte so klein wie möglich zu halten.

Die 28 Meter langen Weiler Friesen werden in je sechs Teile geschnitten. Es wird mit modernsten Geräten gearbeitet um den Verlust durch die Schnitte so klein wie möglich zu halten.

Abtransport in Bildern