Endlich einmal Lärm machen, ohne dass es jemanden stört? Wände besprayen ohne danach eine Rüge oder gar Strafe zu kassieren? Und das mitten in Innsbruck? Mit dem TeenXpress war das kein Problem! Am 29. August stand das Programm ganz im Zeichen der Stadtsäle – dem Ende der Stadtsäle.

„Immer wieder neue Programmpunkte bieten zu können, ist essentiell um Interesse bei den Jugendlichen zu wecken. Ich bin davon überzeugt, dass das beispielsweise mit den beiden Workshops in den Stadtsälen gelungen ist“, ist Vizebürgermeister Christoph Kaufmann auch vom diesjährigen Programm überzeugt. Die von der Stadt Innsbruck initiierten Veranstaltungen „Farb-Abriss-Stadtsäle“ und „Trommel-Abriss-Stadtsäle“ aus dem heurigen TeenXpress-Programm versprachen Spaß und Aufregung. Beim einen wurde gesprayt beim anderen getrommelt was das Zeug hielt.

Sprayen – aber richtig!

Besprayte Gebäude oder Wände zählen einerseits als echte Kunstwerke, manchmal aber schlichtweg als Sachbeschädigung. Wie man mit einer Spraydose richtig umgeht und gleichzeitig ganz legale Flächen gestaltet, zeigt der Verein Culture Infection am 29. August in den Stadtsälen. Unter dem Motto „Die letzten Tage der Stadtsäle – wir sprayen unter fachkundiger Anleitung die Stadtsäle in ein buntes Farbenkleid“ blieb kaum eine Wand in den ehemaligen Veranstaltungsräumen weiß – und wahrscheinlich auch kein Kleidungsstück. Die Veranstaltung fand am Samstag, den 29. August ab 10:00 Uhr in den Stadtsälen statt und dauerte bis 15:00 Uhr. Kosten 5 Euro.

Trommeln bis die Wände wackeln

Gleichzeitig mit den jungen KünstelerInnen, die sich an den Wänden des städtischen Gebäudes verewigten, trommelten die Jugendlichen, die sich eher auf der musischen Seite sehen, was das Zeug hält. In den Räumen, in denen unzählige Konzerte oder Bälle stattgefunden haben, wurde noch einmal so richtig laut musiziert: Beim Workshop „Trommel-Abriss-Stadtsäle“ wurde von 10:00 bis 12:00 Uhr gemeinsam getrommelt und am Nachmittag, ab 13:00 Uhr, sprichwörtlich „gejamt“. Beim „open jam“ war nicht einmal eine Anmeldung notwendig, jede/r zwischen 13 und 17 Jahre konnte kommen und mitmachen.

Weitere Bilder sind auch auf der Facebook-Seite des Vereins „Culture Infection“ zu sehen.